Immunsystem

Brauchen wir Geheimdienste, Verfassungsschützer? Schauen wir uns in der Welt um, dann lautet die Antwort eindeutig JA. Warum? Weil anscheinend alle Staaten überzeugt sind, dass sie so etwas brauchen, zur Abwehr von Feinden. Auch ein Blick in die Geschichte bestätigt diese Vermutung: Glaubenskriege ohne Ende. Übrigens, höhere Lebenswesen haben alle ein Abwehrsystem, genannt Immunsystem. Auch Menschen. Was steckt dahinter? Fragen Sie mal Ihren Arzt danach und Sie werden erfahren: Etwas ganz Kompliziertes. Und was können wir zur Sicherstellung unserer Verteidigungsbereitschaft tun? Jeder hat ein anderes Geheimrezept. Beginnt bei A wie Atemtechnik und endet bei Z wie Zahnseide.

Der Duden des Informationszeitalters, Wikipedia, meint dazu: „Als Immunsystem (vom lateinischen immunis, im übertragenen Sinne unberührt, frei, rein) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Es entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen.“ So weit, so gut. Aber damit ist unsere Ausgangsfrage keineswegs beantwortet.

Fitnesspapst Dr. Strunz will sich an Fakten halten, an die Wissenschaft. Er sagt, dass das Immunsystem aus „… Eiweiß besteht. Punkt. Ausschließlich. Heißt ganz praktisch: Aus den 9 essentiellen Aminosäuren. Wenn eine davon nicht stimmt, stimmt Ihr Immunsystem nicht. Und das Immunsystem funktioniert mit Vitaminen. Aber eben nicht nur mit dem Vitamin C, weil das zufällig billig und bekannt ist, sondern “mit den Vitaminen”. Das sind 13 Stück. Als ob der Körper unterscheiden würde. Oder andersherum: Als ob Sie immer wüssten, welches Vitamin Ihnen gerade fehlt. Lassen Sie das. Nehmen Sie möglichst alle. Und nehmen Sie eben … genug! Das ist der springende Punkt.“(News Dr. Strunz, 08.10.2010). Hallo Doc, was heißt genug? Streiten sich da nicht die Götter in Weiß mit den Ertragsmaximierern der Pharmaindustrie, die Gesundheitslobbyisten mit den Ernährungswissenschaftlern? Womit wir wieder bei den Glaubenskriegen wären. Ich denke, auch ein Gesundheitsministerium hilft da nicht wirklich weiter. Obwohl die sich ja dafür verantwortlich fühlen müssten. Oder doch das Verteidigungsministerium? Fragen über Fragen.

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Herzattacke? 112

Geschafft. Es ist 18:45 Uhr und Du bist nach einem harten Arbeitstag auf dem Weg nach Hause. Du bist müde und irgendwie auch gefrustet. Irgend wie war das heute nicht dein Tag. Plötzlich spürst Du heftige Schmerzen in der Brust, die sich rasch auf deine Arme und bis in dein Gesicht ausbreiten. Du bist nur wenige Minuten vom nächsten Krankenhaus entfernt, glaubst aber, es nicht mehr bis dorthin zu schaffen. Was tun?

Die Deutsche Herzstiftung (www.herzstiftung.de) rät:

Sofort den Rettungswagen rufen!             Notruf 112

Was sind Alarmzeichen eines Herzinfarkts:

  • schwere, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer, Oberbauch ausstrahlen können
  • starkes Engegefühl, heftiger Druck, Brennen im Brustkorb, Atemnot
  • zusätzlich: Übelkeit, Brechreiz, Angst
  • Schwächegefühl (auch ohne Schmerz), evtl. Bewusstlosigkeit
  • blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß
  • nächtliches Erwachen mit Schmerzen im Brustkorb ist ein besonderes Alarmzeichen

Achtung:

  • bei Frauen sind Atemnot, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch, Brechreiz und Erbrechen häufiger als bei Männern alleinige Alarmzeichen.
  • Wenn Brustschmerzen bei minimaler Belastung oder in Ruhe auftreten, muss genauso schnell wie beim Herzinfarkt gehandelt werden.

 

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Versteht doch die Griechen.

Ich verstehe die Griechen, aber ich verstehe die Welt nicht mehr. Was machen all die schlauen Köpfe da in und mit Griechenland? Insgeheim frage ich mich immer wieder, wer eigentlich davon profitiert, wenn Griechenland nicht in Konkurs geht. Es ist schon merkwürdig, wer sich alles anstrengt, um den armen Griechen zu helfen. Ok, die Bürger der einzelnen EU-Staaten werden nicht direkt gefragt, was sie für ihre griechischen Mitbewohner tun wollen. Aber das ist ja auch nicht unbedingt nötig, da sie ja sowieso ihre Steuern abführen müssen, aus denen dann wiederum die Rettungsschirme etc. gespeist werden. Aber wollen die Griechen wirklich all die Hilfen von außen? Manchmal denke ich nein. Warum? Weil die Griechen ein stolzes Volk sind, ein Volk mit Geschichte, mit Kultur. Die haben schon den Diskus geschleudert, den Speer geworfen, sind Marathon gelaufen, als noch kein Mensch an USA, Ratingagenturen, hochkomplexe Finanzprodukte etc. dachten. Die Griechen, ein Volk, das mit vielen Philosophen die Menschheit beglückte und weiterhin beglückt. Und diesen stolzen Menschen wollen wir einen Konkurs verwehren? Was ist denn schon dabei, mal einen radikalen Schuldenschnitt zu machen, um dann wieder unbelastet das Leben angehen zu  können? Jedes Unternehmen, jede Privatperson hat dieses Recht, also, warum nicht auch die Griechen? Warum nicht?

Ok, direkt Spaß macht so ein Konkurs nicht. Zumindest nicht für die Gläubiger. Aber die glauben ja sowieso nicht mehr an Griechenland. Woher ich das weiß? Von den Ratingagenturen natürlich. Die reden nicht um den heißen Brei herum: Griechenland Anleihen sind Wertpapiere auf Ramschniveau. Ramsch. Ramsch. Klingt nicht schön. Klingt hart. Also weg damit. So würde zumindest ein mittelständischer Unternehmer handeln, der einsehen muss, dass er ein zu hohes Risiko eingegangen ist. Waren ja verlockend, die hohen Zinserwartungen. Und die Zinserträge in der Vergangenheit waren auch nicht von schlechten Eltern. Wie sagt der Volksmund: Gier frisst Hirn. Verzockt. Kommt vor, im Privatleben und im Geschäftsleben. Ist an sich nichts Neues. Wer immer eine Scheidung hinter sich hat, weiß wovon ich rede. Ist auch nicht einfach. Aber dann, nach einiger Zeit, was ein befreiendes Gefühl. Übrigens für alle Beteiligten. Eine echte Winner-Winner-Situation. Und was passiert derzeit in bzw. mit  Griechenland: Verlierer auf allen Ebenen. Was eine Performance. Auch unserer Elite, unserer Damen und Herren Politiker, Wirtschaftsweisen und –Koryphäen, Gewerkschaftsführer und Großbanker.

Hoffentlich lässt sich unser Lieblingsgrieche davon nicht beeinflussen. Wo sollen wir denn dann hin zum Essen? Und wo hin in den Urlaub? Immer nur Spanien ist auch nicht so prickelnd. Italien? Daran darf ich jetzt überhaupt nicht denken? Und Frankreich? Schluss mit dem Nachdenken. Ich besorge mir in den nächsten Tagen schon mal ein schlaues Buch über Konkursrecht. Wer weiß, wozu das vielleicht einmal gut sein kann. In diesem Sinne.

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Weise

Es gibt immer wieder Menschen, die glauben, dass Sie die Weisheit mit Löffeln …. Unser Kollege Löffler, bekannter weise seit Jahren auf der Suche nach der echten Wahrheit, der echten Weisheit, ist im Moment ziemlich verwirrt. Warum? Na ja, dem griechischen Philosophen Sokrates wird der Spruch „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ zugeschrieben. Damit wollte er ausdrücken, stets das zu hinterfragen, was man zu wissen meint. Und nun kommt ein sogenannter Management Guru aus St. Gallen daher, Spezialist im Vorhersagen von Weltuntergangsszenarien, und behauptet seit einiger Zeit, dass die große Krise unabwendbar sei, wenn weiterhin alte Methoden eingesetzt werden. Glücklicherweise hat er mit seinem Unternehmen schon die neuen Methoden entwickelt mit denen die Welt gerettet werden kann. Im m.o.m.-Letter 01/12 Seite 7 werden sie als „… hoch-innovative Sozial-Technologie der Syntegrations-Verfahren, bei denen wir weltweit einzigartig sind.“ bezeichnet. Starker Tobak. Weltweit einzigartig! Ich warte nur noch auf die Titelstory in der Bildzeitung „Schweizer rettet die Welt“. Einige werden sich dann diebisch freuen, denn sie können dann genau so weiter machen wie bisher: Einfach dem Geld hinterher laufen und es bzw. sich in Sicherheit bringen. Von wegen neue Methoden. Ist das weise?

Was macht den Weisen aus, fragt auch Prof. Pöppel in seinem Buch „Je älter desto besser.“? Er meint: „Eine Situation sehen, begreifen und dann entsprechend reden und handeln – das ist auch eine Form von Weisheit. Wenn man immer nur in seiner eigenen Gedankenwelt lebt, fällt das schwer.“ Da stellt sich einem doch die Frage, was in dem anscheinend so schlauen Kopf in der Schweiz passieren könnte, wenn er dies lesen würde. Schwer abzuschätzen. Zumindest für einen Außenstehenden. Hoffnungsvoll ist jedoch, dass der Hirnforscher überzeugt ist, dass mit zunehmendem Alter das Gehirn immer besser arbeitet. Jedenfalls hinsichtlich bestimmter Fähigkeiten. Er macht allerdings eine kleine Einschränkung: Man muss es nur richtig verstehen – und nutzen. So ist das mit der Wissenschaft – ich denke, Sokrates lag nicht daneben. Ja, ja, die alten Griechen. Was war das doch einmal für ein reiches Volk.

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Zaubertrank Optimismus?

Wer kennt noch Gustav Gans, den Schutzpatron der Optimisten? Während sein Cousin Donald Duck meist mit den Widrigkeiten des Lebens kämpft, scheint bei Gustav mehr oder weniger immer die Sonne. Ungerecht? Vielleicht. Aber Fakt ist auch, dass Optimisten die Gewinner auf unserem Planeten sind. Sie sind insgesamt erfolgreicher, haben mehr Freunde, eine höhere Lebenserwartung und leben gesünder. Sie joggen mehr, ernähren sich fettärmer und sind sogar ab und zu in einem Gymnastikkurs anzutreffen. Wer das behauptet? Kein Geringerer als der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, einer der wichtigsten Psychologen der Gegenwart. Er hat unzählige Studien (u.a. mit Aids-Patienten, Empfängern von Knochenmarkspendern, Gebährenden, Überlebenden nach Katastrophen) durchgeführt, analysiert, und ist immer wieder zum gleichen Ergebnis gekommen: Menschen mit einer optimistischen Grundeinstellung sind die Gewinner und haben bessere Überlebenschancen. Warum?

Na ja, Nicht-Optimisten haben noch selten zum Beispiel eine neue Firma gegründet. Warum sollten sie auch? Wenn nicht mal sie selbst glauben, dass sich Erfolg einstellen könnte. Pessimisten machen häufig aus einer Mücke einen Elefanten und leben ständig in der Gefahr, über die eigenen Füße zu stolpern. Wozu fettarm essen oder sich mehr bewegen? Sterben muss schließlich jeder einmal. Also wozu sich anstrengen? Und wer garantiert, dass das wirklich was bringt. Wo jeder Mensch bekanntlich ein Individuum und mit keinem anderen zu vergleichen ist. Also, was soll’s. Immer schön auf dem Boden der Realität bleiben. Und die sieht ja wirklich nicht so ganz rosig aus. Bei all den Krisen um uns herum. Und selbst die Rente ist nicht mehr sicher. A propos sicher. Sicher gibt es Menschen, die mit ihrem Optimismus negativ auffallen. Dazu zählen auch Politiker, die im Niemandsland regionale Infrastrukturprojekte, Flughäfen, Rennstrecken u.a. initiieren, diese von Opportunisten schön rechnen lassen, und dann letztendlich den Steuerzahler zur Kasse bitten. Details können Ihnen unsere Rechnungshöfe zur Genüge zur Verfügung stellen. Optimismus? Nein, und nochmals nein. Sagen wir es doch ganz einfach mit den drei Gs: Größenwahn, Gier, Geilheit. Aber, es soll keiner glauben, er oder sie wäre absolut sicher vor den drei Gs. Professor Kahnemann hat im Rahmen seiner Forschungen schon viele Überraschungen erlebt. Neugierig geworden?

Sein jüngstes Buch wird Mitte des Jahres im Siedler Verlag auf den deutschen Markt kommen. Also Geduld und ein wenig Optimismus. Das Lesen könnte sich lohnen.

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