Nr.13: Sinnlichkeit

… oder Eros, wer denkt da nicht sofort an …? Jawohl, an die legendären Pirelli-Kalender. Es soll allerdings auch Menschen geben, die das etwas anders sehen. Ist ja in Ordnung, jeder eben nach seinem persönlichen Geschmack bzw. nach seinen persönlichen Bedürfnissen. Und von denen hat der eine mehr, der andere dafür weniger. So ist das nun mal. Ist ja auch klar warum? Weil wir Menschen unterschiedlich gestrickt sind, unterschiedlich ticken. Nach Prof. Steven Reiss ist daher auch „Sinnlichkeit“ ein Lebensmotiv. Ich zitiere:

Romance reveals the importance of sensuality in an individual‘s life. This desire includes all aspects of sensuality, e.g. sex, design, art and beauty.

Sinnlichkeit ist das Bedürfnis nach Schönheit, Design und Sexualität. Es wird sowohl von biologischen Faktoren, als auch von Gestik, Hormonen sowie von psychologischen und kulturellen Faktoren beeinflusst. Ästhetik fällt auch unter dieses Bedürfnis.“

Leider nimmt dieses Bedürfnis im Laufe des Erwachsenenalters im Durchschnitt betrachtet an Intensität ab. Eigentlich schade, wenn ich an die Sturm- und Drangzeit zurück denke. Aber jetzt die gute Nachricht: Das muss nicht zwangsläufig so sein. Denn der Grund dafür ist meistens ein rückläufiger Testosteronspiegel. Und der geht einher mit abnehmender Muskelmasse. Kapiert? Ok, dann mal anders herum: Wenn ich Muskeln aufbaue, z.B. durch regelmäßiges Krafttraining, werden sogenannte Wachstumshormone produziert und was lassen die dann auch wieder wachsen? Genau. Die Zusammenhänge sind klar und eindeutig. Also, wie lange noch auf dem absteigenden Ast sitzen?

Übrigens, wie stark ist Ihr Motiv „Sinnlichkeit“ ausgeprägt? Oder sollen wir uns mal bei Ihrer/Ihrem Lebenspartner/in um hören?

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Vita min

ist ein interessantes Spiel mit Worten. Obwohl kein Altdeutsch-Forscher im Moment in der Naehe ist, liegt der Schluss doch nahe, dass “Vita min” mein Leben bedeuten koennte. Mein Leben – und das soll eine Luege sein. Zumindest wenn man dem Spiegel vom 16.01.2012 folgt mit der Titelstory “Die Vitamin-Luege”. Was und wer dort alles zitiert wird. Unglaublich. So z.B. ein Doktor Attenberger. Sieht auf dem Bild aus wie ein richtiger Arzt, mit weissem Kittel, einem Stetoskop und wachem Blick. Aber hat er auch einen wachen Geist¿ Nach Lesen seiner Aussagen auf Seite 79 dreht sich selbst mein Fragezeichen. Aber er ist in guter Gesellschaft. Wer kennt nicht den Praesidenten des Bundesinstitutes fuer Ernaehrung und Lebensmittel in Karlsruhe¿ Der sagt laut Spiegel: “… dass die deutsche Bevoelkerung allein schon durch die normalen Lebensmittel sehr gut mit Vitaminen versorgt sei. Haeufig werde ja behauptet, dass die Produkte heute weniger Naehrstoffe enthalten als frueher … aber das ist ein Maerchen der Vitaminindustrie.” Dann endet das Zitat und der Artikel setzt fort mit der Aussage, dass die landwirtschaftlichen Boeden heute durch die gezielte Duengung viel naehrstoffreicher als frueher seien. Das ist doch mal eine klare Ansage. Ohne weitere Worte.

Ich finde sowieso Aussagen wie “Wenn man sich ausgewogen ernaehrt, bekommt der Koerper alle Vitalstoffe etc. die er benoetigt.” ausserordentlich hilfreich fuer die eigene Lebensgestaltung. Erinnert mich an den Autoverkaeufer, der mir mal sagte, wenn ich den richtigen Sprit nehmen wuerde, wuerde der Motor quasi eine lebenslange Laufdauer haben. Wenn, wenn, wenn. Und was wenn nicht? Leider konnten sich unsere hochqualifizierten Wissenschaftler bis heute noch nicht einigen, wieviel an welchen Vitaminen der Mensch eigentlich braeuchte um gesund zu bleiben. Warum ist das so schwer? Es soll jetzt aber keiner kommen und sagen, dass man an den vielen Krankheiten mehr verdienen koenne, als an der einen Gesundheit. So hinterhaeltig sollte keiner denken. Zudem geht es uns Deutschen ja wirklich nicht schlecht. Das sieht man ja schon an Aeusserlichkeiten wie wachsendem Bauchumfang, zunehmendem BMI und anderen objektiven Messdaten. Ich denke, das sind keine Luegen. Aber vielleicht lockt uns der Spiegel, der Fokus oder ein anderes Magazin dann mit einer Titelstory “Die Fett-Luege – Deutschland wird duenner”. Das waere ein Hammer, oder?

 

 

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Nr.14: Essen …

… und gut trinken. Wer wird bei diesem Gedanken nicht schwach? Warum gibt es im TV so viele Kochsendungen? Weil damit menschliche Bedürfnisse angesprochen werden. Und zwar nicht nur physiologische, nein auch psychologische. Oder sitzen die Leute vor der Glotze, um sich an einem Herrn Lafer, Lanz oder wie auch immer diese Menschen heißen, zu ergötzen? Wohl kaum. Aber es gibt auch abstinente Menschen, die das ganz anders sehen. Ist ja in Ordnung, jeder eben nach seinem persönlichen Geschmack bzw. nach seinen persönlichen Bedürfnissen. Und von denen hat der eine nun mal mehr, der andere dafür weniger. So ist das auch beim Essen. Ist ja auch klar warum? Weil wir Menschen unterschiedlich gestrickt sind, unterschiedlich ticken. Nach Prof. Steven Reiss ist daher auch „Essen“ ein Lebensmotiv. Ich zitiere:

Eating seeks to determine the importance of eating in a person‘s life. How much does the pleasure of eating well contribute to a satisfying life?

Essen ist das Bedürfnis sich mit Nahrung in gedanklicher und realer Form zu beschäftigen. Essen ist eines der wenigen biologischen Bedürfnisse, das auch eine psychologische bzw. seelische Bedeutung hat.“

Leider nimmt dieses Bedürfnis im Laufe des Erwachsenenalters im Durchschnitt betrachtet nicht an Intensität ab. Ist gut zu erkennen an den Ringen um die ehemals erkennbare Hüfte. Hier meint es die Natur nicht ganz so gut mit uns. Warum muss der Grundumsatz im zunehmenden Alter abnehmen? Warum nur? Könnte doch auch genau anders herum sein. Essen und Trinken nach Lust und Laune und dabei schlanker werden. Träum weiter. In diesem Punkt liegt wirklich Gleichberechtigung vor: Frauen und Männer sind gleichermaßen davon betroffen.

Was tun? Wenn ich jetzt an den Fitnesspapst Dr. U. Strunz denke, soll es theoretisch ganz einfach sein: Genetisch korrekt essen und sich artgerecht bewegen. Aber was wird dann mit den Arbeitsplätzen in der Lebensmittelindustrie, bei den Fast-Food-Ketten? Wen soll die EU subventionieren, wenn ihr Hauptempfänger die Südzucker AG überflüssig wird? Fragen über Fragen. Oder?

Übrigens, wie stark ist Ihr Motiv „Essen “ ausgeprägt? Oder sind Sie gerade beim Einkaufen bzw. Kochen?

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Auf der Tour de Golf …

macht sich Serat so ihre Gedanken. Golf soll ja echt gesund sein, dachte sie sich, sonst wuerden es ja nicht so viele Menschen betreiben. Und es sind ja meistens Menschen, die es im Leben bisher zu etwas gebracht haben. Sonst koennten die sich ja auch kein *****-Hotel in traumhafter Landschaft leisten. Bei den abendlichen Gespraechen an der Bar erfaehrt man dann allerdings auch einige Stories, die einen etwas nachdenklich stimmen. So zum Beispiel der Suchtfaktor. Suechtig nach dem kleinen runden weissen Ding, das manchmal echt nicht den Weg in dieses kleine Erdloch findet. Und dabei ist der Rasen wirklich top gepflegt. Ein Gruen, wie man es sich zuhause nur ein Mal wuenschen wuerde. Und wenn dieser Ball dann wirklich seine eigene Wege geht, kann echter Stress entstehen. Kein Par, Birdie oder Boogie, nein, Stress pur. Dabei hatte man sich so viel von dem neuen Golf-Coach erwartet, so viel Geld, Zeit und Muehe in einen veraenderten Schwung investiert. Vielleicht hat der Boris ja doch recht, wenn er sagt, dass sich im Grunde genommen alles wirklich Wichtige nur im Kopf abspielt. Aber,  wer kann mir jetzt helfen …

Klar, ein Mentalcoach. Natuerlich nicht so ein Tschaka-Tschaka-Typ. Nein, etwas wirklich Serioeses. Werde heute Abend mal meinen Barnachbarn fragen, der hat sicher einige gute Adressen. Der scheint wirklich ne Menge zu wissen. Hat anscheinend frueher mal als Wertpapierhaendler gearbeitet und ist echt in der Welt herum gekommen. Es scheint kein Top-Ressort auf diesem Globus zu geben, das der auf seinen Incentivereisen noch nicht kennengelernt hat. Und er kennt auch eine Menge wirklich wichtiger Leute. Ueberhaupt, wenn man den Tagesberichten der Golfsportler/innen aufmerksam zuhoert, dann sind diese ja echte Leistungssportler. Das beginnt schon bei der Ausruestung. Was sind diese Golf-Bags doch schwer. Jetzt verstehe ich, warum Golfer so selten beim Krafttraining zu sehen sind. Die haben genug Training beim Schleppen ihrer Bags zum Caddy. Und dann diese meist huegeligen 18-Loecher-Plaetze. Eine Steigung nach der anderen. Das muss voll in die Knie gehen. Wenn ich mir vorstelle, mehr als 4 Stunden diese Strapaze, allein rein koerperlich betrachtet, und dann teilweise noch unter sengender Sonne, unglaublich dieser Stress. Kein Wunder, wenn diese Menschen dann abends nur noch ueber das verflixte Loch 12 sinnieren koennen. Fokussierung nennet man das. Und das bei diesem heute so boeigen Wind. Das kam ja auch noch erschwerend dazu. Was haben es da doch die Jogger einfach, die einen solchen Stress meist nicht kennen. Die laufen einfach, ohne schweres Gepaeck. Man koennte sie manchmal wirklich beneiden.

Zusammenfassend scheint fuer mich nach den ersten Eindruecken festzustehen, dass Golf fuer mich (noch) zu stressig ist. Sowohl physisch als auch psychisch. Im Moment erscheint mir das ganze mehr eine Tortour de Golf. Aber das kann sich ja vielleicht noch aendern. Vielleicht wenn ich den zu mir passenden Mentalcoach gefunden habe. Man soll die Hoffnung hat nie aufgeben. Ich werde mich jetzt wieder an meine neue Lektuere machen: Jung bleiben, ein Leben lang, von Deepak Chopra. Bin gespannt, was der empfiehlt. Vielleicht Golf spielen?

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Nr.10: Familie

Neulich im Trainingslager in Malaga fiel R.S. auf, als er sich 4 Tage lang kaum von seinem Handy trennen konnte. Was war mit ihm passiert? Alle hatten ihn als eher introvertierten Menschen kennengelernt, der nicht allzu viel sprach.  Und nun diese Handymanie. Es scheint manchmal wirklich nicht einfach, Menschen zu verstehen. Selbst wenn man diese schon einige Jahre kennt. Warum eigentlich? Im Prinzip ist es jedoch einfach: Jeder Mensch ist in Individuum für sich und tickt eben anders als die anderen. Wir aber meinen, es müsste jeder so etwa funktionieren wie wir selbst. Prof. Steven Reiss hat dies jahrelang erforscht im Zusammenhang mit seinen Lebensmotiven. Und eines davon lautet Familie:

“Family reveals how strong the desire to care for others is (with regard to a person‘s own children).

Familie ist das Bedürfnis, die eigenen Kinder aufzuziehen. Es motiviert, sich um die eigenen Kinder zu kümmern und sich für sie aufzuopfern. Das geht weit über den reinen Wunsch hinaus, Kinder zu bekommen.”

Hallo, jetzt können wir das Verhalten von unserem Ronny doch besser verstehen. Und tatsächlich: Während des Frühstücks klingelt bei Ronny wieder das Handy. Dann ein Jubelschrei … Alles schaute ganz betröppelt. Und dann die Botschaft: Ronny ist Vater eines Jungen geworden. Ronny ist total aus dem Häuschen. Wie wir später erfuhren, war es seit langem sein größter Wunsch, Vater zu werden.

Ergo: Ronny ist total happy, da sein Bedürfnis nach “Familie” im Moment voll erfüllt wurde. Und ich bin mir sicher, er wird ein guter Vater werden. Warum? Weil ich weiss, dass bei ihm das Lebensmotiv Familie überdurchschnittlich ausgeprägt ist. Ich kenne allerdings auch andere in unserer Trainingsgruppe, für die eigene Kinder oder eine eigene Familie eher eine Last wären. Diese sind eben anders gestrickt als unser überglücklicher Ronny.

Und wie halten Sie es mit dem Nachwuchs?

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